Produktherstellung - Webseite PWMP

Suche
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Produktherstellung

Prozessmodell
Prozess-
struktur:
Möglichkeit der Darstellung einer Prozessstruktur zur Produktherstellung.


Diese Prozessbeschreibung geht davon aus, dass für alle herzustellenden Produkte die erforderlichen Produkt- und Herstellungsprozessspezifikationen (z.B.: Stücklisten, Arbeitspläne, Prüfpläne) im Zuge der Produkt- und Herstellungsprozessentwicklung erstellt und üblicherweise in ERP-Systemen abgelegt sind (z.B. bei IATF 16949 der Produktionslenkungsplan). Für die praktische Umsetzung dieser Spezifikationen sind deshalb keine spezifischen Unterprozesse erforderlich.

Eine zweite Herstellungsprozessbeschreibung könnte dann erforderlich sein, wenn neben Serienprodukten auch Einzelprojekte (Einzelstücke) gefertigt werden.  
Prozessziel:
Der Herstellungsprozess liefert forderungsgerechte Produkte.
Nutzen:
  • Erfüllung von Anforderungen (Kundenzufriedenheit)
  • Sicherstellung der Lieferfähigkeit gegenüber Kunden
  • Haftungsrisiken sind minimiert
Eingaben:
  • Vorgaben aus der Produkt- und Herstellungsprozessentwicklung
  • bei IATF 16949 der Produktionslenkungsplan
  • Bereitgestellte Zukaufmaterialien
  • ERP-Programm
  • anzuwendende Methoden zur Prozessqualifikation
  • technische Ressourcen (z.B. Betriebs- und Prüfmittel)
Aktivitäten:
Ein klassischer Prozess, der das gesamte Spektrum der Produktherstellung umfasst: 

  • Produktionsauftragsdisposition (Bedarfsermittlung)
  • Produktionsanlagen rüsten und freigeben
  • Produktherstellung überwachen
  • Produktionsaufträge abschließen inkl. Bestandsführung
  • Umgang mit Restmengen 

Ausgaben:
  • forderungsgerechte Produkte/Dienstleistungen zur Einlagerung oder direkten Auslieferung
  • Nachweisdokumente aus Produktionsvorgängen wie z.B. Prüfergebnisse, Analysezertifikate
Risiken und Chancen:
Im Sinne der Systemnormen ist hier zu dokumentieren, bei welchen Prozesszielen welches Risiko besteht, dass die geplanten Ziele nicht erreicht werden können und welche Chancen bestehen, mit den geplante Ergebnisse einen Wettbewerbsvorsprung zu erzielen. Dieses schließt die Dokumentation der ggf. festgelegten Korrekturmaßnahmen zur Zielerreichung bzw. -Verbesserung und deren Umsetzung ein.

Die folgende Liste enthält einen Auzug aus meiner Erfahrungssammlung möglicher Ziele, die dem Geschäftsprozess Produktherstellung zugeordnet werden können.

 
Wechsel-wirkungen:
Darstellung der Wechselwirkungen (Schnittstellen/Nahtstellen) zu anderen Prozessen und/oder anderen Tätigkeitsschritten. Wie das praktisch umzusetzen ist, ist immer abhängig von der eingesetzen Dokumentationssoftware. Mögliche Beispiele für Wechselwirkungen aus diesem Prozess können z. B. sein:

  • Produktherstellung zur Beschaffung
  • Produktherstellung zur Logistik
  • Produktherstellung zur Instandhaltung
  • Methoden zum Dokumentenmanagement
  • Produktionsreklamationen zu Abweichungsmanagement
  • Produkt-/Prozessaudits zu Auditmanagement
Externe
Forderungen:
Bei diesem Prozess kann davon ausgegangen werden, dass die volle Bandbreite der externen Forderungen, also Gesetze, Vorschriften, Verordnungen, Kundenanforderungen, Normen und Regelwerke analysiert werden müssen. Welche Instrumentarien dabei zum Einsatz kommen, hängt immer vom Dokumentationssystem der einzelnen Organisation ab. 

Mitgeltende
Dokumente:
Vorgabedokumente mit Beispielscharakter und Inhalten, die dem Prozess Produktherstellung zugeordnet werden können. 

Für diesen Prozess habe ich keine Standardvorlagen entwickelt, da die ggf. erforderlichen Arbeitsanweisungen und Listen sehr organisationsspezifisch und damit nicht allgemein anwendbar sind. Erst recht trifft dieses für produktbezogene Herstellungsvorgaben zu, die meistens in ERP-Systemen abgebildet sind. Viele Organisationen können trotzdem übergreifende Handlungsanleitungen erstellen, die Themen regeln, die für alle Produkte oder für Produktgruppen gelten wie z.B.:

  • Materialbereitstellung
  • Rüsten von Produktionsanlagen
  • Erststückprüfung
  • Produktionsauftrag abschließen/abmelden/abrüsten

Ergebnisdokumente aus diesem Prozess unterliegen in vielen Fällen dem Datenschutz. Deshalb dürfen auch nur autorisierte Personen auf diese Daten zugreifen. Diese Daten sind entweder im Papierformat im jeweiligen Projektordner abgelegt oder bei Dateiformaten auf auftrags- oder themenbezogenen DV-Ordnern mit spezieller Zugriffsberechtigung. 
 
 
 
Stand: 10.03.2018
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü